Spuren aus Blut [1] (Aus dem Leben von Malin Acheron)

  • /!\ Hinweis
    Diese Geschichtenreihe beinhaltet Auszüge aus Malins Leben VOR seinem Erwachen und ist also Malin selbst nicht bekannt. Sie dient nur dazu, dass ihr euch ein genaueres Bild meines Charakters machen könnt. Sie beinhaltet einige wichtige Wendepunkte in seinem Leben, die den Charakter Malin geformt haben. Damit könnt Ihr vielleicht die Handlungen im RP besser nachvollziehen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! (Die Geschichten sind nicht Chronologisch angeordnet.)


    Er lag plötzlich in der Luft. Er war süßlich, der Wind aus dem Norden hatte Ihn mitgebracht. Verspielt begann er im Wind über die Felder zu tanzen, wie eine kleine Fee. Er mischte sich unter die Anderen, die aus den zahlreichen bunten Blumen emporstiegen, ließ sich vom Wind weitertragen. Es war ein neuer Geruch, einen, den der in der Wiese liegende Junge noch nie gerochen hatte. Der zarte Knabe der vorher verträumt in der Wiese gelegen und dem Rauschen des Windes gelauscht hatte, erwachte nun zu neuem Leben. Er kam oft hierher, etwa wenn er die langen, ermüdenden Stunden in der alten Bibliothek der Burg einfach nicht mehr ertragen konnte, oder, wenn er verschwitzt und erschöpft vom Übungsplatz vor den Toren flüchtete. Auch heute hatte er hier an seinem Platz der Ruhe das Kitzeln der Sonnenstrahlen genossen und einige Stunden so vor sich hingeträumt.

    Neugierig folgte er also nun dem fremdartigen Geruch, unter den sich bald ein weiterer rauchiger Geruch mischte der dem von Holzkohle ähnelte.

    Binnen von Minuten verdichtete sich dieser, bis er den seltsamen, süßlichen, fremdartigen Geruch schließlich völlig verschlang.

    Verwirrt blieb der Knabe stehen. Sein kindliches Gesicht, dass ein Alter von etwa Fünf Jahren vermuten ließ, zeigte sichtliche Verwirrung.

    Ein Ritter in einer silberglänzenden Rüstung, die eindeutig in Mitleidenschaft gezogen worden war rannte aufgeregt gestekulierend auf Ihn zu.

    "Eure Hoheit!", energisch packte er den Knaben am Arm. "Eure Hoheit, schnell!" Ernst blickte der Ritter Ihn an. "Schnell Ihr müsst.."

    Der Ritter konnte seine Worte nicht beenden. Er verzog schmerzerfüllt das Gesicht, seine Hand rutschte vom Arm des Jungen und der Ritter kippte vornüber, sein Rücken von etlichen Pfeilen gespickt.

    "Eure Hoheit. Flieht", krächtzte ermit einer hohlen, schmerzerfüllten Stimme. Blut tropfte aus seiner Rüstung und färbten die bunten Blumen rot.

    Die Augen vor Entsetzen verzerrt, erkannte der Knabe nun den neuen, süßlichen Geruch.

    Es war der Geruch von frischem Blut.