Tagebuch einer unbekannten

  • Tag 1 - Wo bin ich?

    Ich schreibe diese Zeilen nieder, um mich daran zu erinnern was passiert ist.


    An dem Tag an dem ich erwachte fand ich mich auf einem Turm wieder. Um mich zu orientieren ging ich die verschiedenen Gänge ab und versuchte eine Erklärung für das Geschehene zu finden. Als meine Ohren plötzlich Stimmen vernahmen ging mir ein Licht auf. Ich bin ganz oben in einem Turm aufgewacht und weiter unten standen ein paar Menschen und schienen sich zu unterhalten. Irgendetwas von "...was machen wir jetzt..." und schon ging mir die Fantasie durch den Kopf.. von einer Frau.. gefangen in einem Turm. Ich durfte mich also nicht erwischen lassen, sonst würden sie mich in irgendeinen Raum einsperren. Also ging ich weg von den Stimmen und fand mich in einer Art Vorratsraum wieder. Dort fand ich etwas zu Essen, sowie Werkzeug und ein Messer. Das Glück war mir also gesonnen und ich musste nur noch aus dem Turm fliehen. Doch es ist anders gekommen...


    Es war gerade Nacht und ich konnte die Gelegenheit nutzen und mich aus dem Turm schleichen. Doch was ich dann sah machte mir mehr Angst als die Gefangenschaft. Eine Horde von.. von.. ja was waren das überhaupt für Kreaturen? ..Egal auf jedenfall kamen unzählige auf mich zu. Ich erhob das Messer, doch konnte ich sie damit nicht aufhalten und rannte in die einzige Richtugn die mir noch blieb.. zurück in den Turm.


    Bei einem der Gespräche die ich belauschen konnte, fand ich heraus, dass die Kreaturen bei Tagesanbruch verschwinden würden. Also Beschloss ich, mich bis zum Tagesanbruch versteckt zu halten. Während ich mich also versteckte wurde die Angst vor diesen unbekannten Menschen immer größer. Schließlich hatte ich sie bestohlen und wer weiß was sie mit Dieben machen würden.


    Endlich brach der Tag an und ich versuchte wieder aus dem Turm hinaus zu kommen. Doch die unbekannten blockierten die einzige Treppe. Dann schienen sie etwas zu suchen und strömten in sämtliche Richtungen aus. Ich eilte so schnell ich konnte wieder zurück zu meinem Versteck, doch leider reichte es nicht. Ein Mann kam ein den Raum und entdeckte mich. Er sah mich lange an, dann sagte er ich solle ihm folgen. Also wurde ich schlussendlich doch erwischt. Ich ging ihm langsam zögernd hinterher. Vor der Tür stand anscheinend seine Gefährtin, die mir aufmunternd zunickte und ebenfalls meinte, dass ich ihnen folgen sollte.


    Wir gingen also zum Eingang des Turms wo schon die anderen warteten. Ich hatte große Angst und wollte fliehen, doch was der eine Fremde zu sagen hatte machte mich neugierig. Anscheinend war ihm im Traum oder Realität, dass konnte er nicht sagen, jemand erschienen und ihm diese Welt offenbart. Scheinbar wurden wir alle in diese Welt geholt. Manche wussten noch von ihrem alten Leben andere nicht. So schien es auch mir zu gehen. Ich wusste weder wer ich war noch was ich in meinem Leben zuvor gemacht hatte. Ich wusste nichts...


    Es wurde von der Gruppe beschlossen nach Vorräten zu suchen und so machten wir uns auf den Weg zur Vorratskammer, aus der ich mich bereits bedient hatte. Dort fanden die anderen Essen und Werkzeuge, von den anderen Messern allerdings fehlte aber jede spur. Scheinbar wurden diese schon vorher entnommen.


    Als die anderen sich wieder auf den Weg nach unten machten, blieb der Mann der mich fand und seine Gefährtin noch stehen. Der Mann holte einen Laib Brot hervor und teilte diesen. Ein Stück gab er seiner Gefährtin und diese meinte er solle mich auch ein Stück geben. So überreichte er auch mir ein Stück Brot. Dankend nahm ich es an.


    Nachdem wir aufgegessen hatten machten wir uns ebenfalls auf den Weg nach unten.


    Wir erkundeten das Gebiet um den Turm herum. Er lag an einem See der an einen Fluss anknüpfte. Wir liefen an dem Fluss entlang und dann Land einwärts bis wir zu einem Bach kamen. Dieser schien einer Quelle nahe am Turm zu entspringen. Der Mann schlug vor hier eine Hütte zu bauen. Ich konnte mir nicht vorstellen, welche Prioritäten er hatte, doch für mich war es unabdingbar als höchste Prio die Nahrungsbeschaffung anzustreben. Denn aus meiner Sicht fanden wir Schutz in dem Turm und brauchten uns keine eigene Hütte bauen. Vor allem bei diesen Kreaturen die des Nachts über die Landschaft zogen.


    Wir verbrachten den Rest des Tages damit Samen aus den Pflanzen zu gewinnen, denn diese sahen vielversprechend aus.


    Plötzlich kamen die anderen zu unserer Gruppe dazu und unterhielten sich mit dem Mann. Ich habe weiter Samen gesammelt, als es anfing zu dämmern. Und bevor wir uns richtig bewusst waren, war es schon dunkel und diese Kreaturen tauchten überall auf. Wir schrien und eilten zurück zum Turm. Doch ehe wir uns versahen, hatten sie uns umzingelt. Danach bekam ich etwas an den Kopf und mir wurde schwarz vor Augen.


    Als ich wieder zu mir kam, war ich wieder in dem Turm, es war immer noch Nacht. Ich hatte es also irgendwie geschafft. Naja und jetzt sitze ich hier und schreibe diese Zeilen. Ich für mich selbst eine Unbekannte. Aber mein Instinkt sagt mir ich solle weiter machen.. und.. irgendwie freue ich mich auf einen Neuanfang.


    Was in meinem alten Leben wohl passiert sein mag?